Aktuelles


Der Global Compact for Migration: Ein kritischer Kommentar von Dr. Franck Düvell

Es ist das erste Mal, dass sich die Mitglieder der Vereinten Nationen gemeinsam auf eine Politik zur Migration einigen. Bislang gab es das nur für Flüchtlinge in Form der Genfer Flüchtlingskonvention. Welcher Nutzen für die internationale Staatengemeinschaft in einem solchen Migrationspakt liegt und was darüber hinaus zu beachten ist, erläutert hier Dr. Franck Düvell.


Prof. Dr. Frank Kalter diskutiert im Gläsernen Foyer des Theaters im Pfalzbau

Kann man alles sagen? Darf man alles sagen? Wie souverän gehen wir mit anderen Meinungen um? Gibt es eine unsichtbare Zensur? Wird das Recht auf Meinungsfreiheit von Kräften missbraucht, die selbst keinen Widerspruch ertragen? Ist das lebendige Meinungsvielfalt oder kündigen sich Weimarer Verhältnisse an? Sind wir von der Konsensgesellschaft weichgespült? Und welche Funktion hat die Institution Theater, die den Anspruch erhebt, für alle da zu sein?


Diese Fragen sollen in einer kultutpolitischen Diskussion zum Thema "Wo endet die Freiheit der Andersdenkenden" im Gläsernen Foyer ausgehandelt werden. 

Neben Professor Dr. Frank Kalter, Professor für Soziologie an der Universität Mannheim und Leiter des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung/DeZIM-Institut in Berlin, werden folgende Gäste an dieser spannenden Runde teilnehmen:

Professor Dr. Norbert Bolz Autor und Professor für Medienwissenschaft an der TU Berlin
Jan Fleischhauer Journalist Der Spiegel
Jagoda Marinic Deutsch-kroatische Schriftstellerin, Theaterautorin und Journalistin
Professor Dr. Rüdiger Safranski Schriftsteller
Die Moderation übernimmt Frank Pommer.

Veranstaltungsort:  

GLÄSERNES FOYER Theater im Pfalzbau
Berliner Straße 30
D – 67059 Ludwigshafen

Uhrzeit:

MO, 19.11.18, 19:30 UHR


Link: Wo endet die Freiheit der Andersdenkenden?

Der Eintritt ist frei.

Das Gläserne Foyer ist eine Veranstaltungsreihe des Theaters im Pfalzbau in Ludwigshafen.

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Buchvorstellung „Growing up in Diverse Societies“ von Prof. Dr. Frank Kalter und Prof. Dr. Jan O. Jonsson

Prof. Dr. Frank Kalter

Wie ähneln, wie unterscheiden sich die Lebenswelten von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund? Was erwarten sie von ihrer Zukunft? Wie wichtig ist Familie für sie? Wie erfolgreich sind sie in der Schule? Welche Freundschaften gehen sie ein? Alle diese und viele andere Fragen untersucht der Band „Growing up in Diverse Societies“, den Prof Dr. Frank Kalter, Co-Direktor des DeZIM-Instituts, und Prof Dr. Jan O. Jonsson, aktuell Fellow am Nuffield College der Universität Oxford, am 17. Oktober 2018 in Berlin vorstellten. 



Die dem Buch zugrunde liegende Studie Children of Immigrants Longitudional Survey in Four European Countries (CILS4EU) untersucht Integration von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund seit Jahren in einer repräsentativen Längsschnittstudie aus verschiedenen Blickwinkeln. Zusammen mit Partnern in mehreren westeuropäischen Ländern wurden so umfangreiche, und in dieser Form bislang einzigartige, Daten über die Lebenssituation, soziale Beziehungen und Einstellungen zusammengetragen. Mit dem Buch veröffentlichen die Wissenschaftlern nun die erste Phase der Studie. Es enthält eine umfassende Bestandsaufnahme der Lage von 14-15jährigen Jugendlichen in England, Deutschland, den Niederlanden und Schweden. Die Daten zeigen, dass das Bild vom Problemfall junger Migranten ein Klischee ist, das mit der gelebten Realität, mit dem überwiegenden Anteil der Heranwachsenden in diesen von Vielfalt geprägten Ländern nicht viel zu tun hat.

Nach der Vorstellung der Forschungsmethoden und -ergebnisse durch Frank Kalter und Jan O. Jonsson ordnete Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld die Ergebnisse mit einer Kritischer Erwiderung ein. Im Gegensatz zu den vielen auf mediale Resonanz getrimmten Studien, so Kreyenfeld, handele es sich bei dem Band um eine tiefgründige, fundierte und facettenreich wissenschaftliche Studie über Möglichkeiten und Bedingungen gesellschaftlicher Integration. Dieses Projekt reihe sich damit in die Tradition der großen Lebenslaufstudien ein.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, zu  der Co-Direktorin des DeZIM-Instituts Prof. Dr. Naika Foroutan und die Journalistin Ebru Tasdemir zu den drei Redner*innen stießen, wurde unter reger Beteiligung des Publikums u. a. über eine Aktualität des Integrationsbegriffes und über den Einfluss verschiedener politischer Strategien auf den Integrationserfolg diskutiert.

Eine Besprechung der Veranstaltung durch Samuela Nickel vom neues Deutschland finden Sie hier 


 

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Dr. Franck Düvell, in das International Steering Committee berufen, hier im Interview.

Dr. Franck Düvell
Dr. Franck Düvell

Berufung von Dr. Franck Düvell in das International Steering Committee, hier im Interview mit Wolfgang Mueller vom SBS zur Flüchtlingspolitik Deutschlands und dem Hintergrund von Merkels Rücktritt:



Dr. Franck Düvell, Leiter der Abteilung Migration im DeZIM-Institut wurde in das International Steering Committee der International Metropolis Conference eingeladen. Dies setzt sich aus 81 eminenten RepräsententantInnen aus Staat, Foschung und Zivilgesellschaft aus 31 Ländern zusammen. Das ISC leitet seit 22 Jahren das International Metropolis Projekt und berät die Ausrichter der jährlichen Konferenzen. Dr. Franck Düvell ist damit erst der zweite deutsche Wissenschaftler in diesem Kommittee, nach Steve Vertovec vom Max-Planck Institut in Göttingen.

Interview


 

 

 

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International Metropolis Conference

Dr. Franck Düvell als einer der Keynote Speaker auf der diesjährigen International Metropolis Conference



Die International Metropolis Conference gibt es seit 22 Jahren. In diesem Jahr fand sie in Sydney, Australien statt, und zog 250 Sprecher und 850 Teilnehmende aus 35 Ländern an. Teilnehmende aus der Bundesrepublik überwiegend aus dem Umfeld des Ministeriums for Arbeit und Soziales bildeten die drittgrößte Delegation nach Australien und Kanada. Sie ist damit nicht nur die größte Migrationskonferenz weltweit sondern auch einzigartig im Format, indem sie sich gleichermaßen an TeilnehmerInnen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft richtet und einen Raum für die Diskussion kontroverser Themen und den Austausch von praktischen Erfahrungen, Herausforderungen und Forschungsergebnissen bietet. In diesem Jahr war Dr. Franck Düvell einer der Keynote Speaker und hat zu den ‘Schlüssenlehren aus der Flüchtlingskrise‘ sowie den ‘Grenzen von Abschreckungspolitik‘ referiert.


 

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Projekt „Ein Zeitfenster für Vielfalt“ im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

Das Projekt „Ein Zeitfenster für Vielfalt“ gibt einen Überblick über Strategien zur Steigerung des Anteils Beschäftigter mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst und ihren Erfolg.



„EIN ZEITFENSTER FÜR VIELFALT“ IM AUFTRAG DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG FORSCHT ZU BESCHÄFTIGTEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND IM ÖFFENTLICHEN DIENST

Beschäftigte mit Migrationshintergrund sind im Öffentlichen Dienst unterrepräsentiert. Deshalb wurden Gegenmaßnahmen unter dem Stichwort „Interkulturelle Öffnung“ etabliert. Das Projekt „EIN ZEITFENSTER FÜR VIELFALT“ gibt einen Überblick über Strategien zur Steigerung des Anteils Beschäftigter mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst und ihren Erfolg. Denn mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer-Generation werden viele Stellen in der Verwaltung frei. Die erforderlichen Neueinstellungen bilden eine Chance, um Deutschlands vielfältige Bevölkerung auch in der Verwaltung besser abzubilden.

In einer qualitativen Studie werden zum einen Integrationsbeauftragte in Bund, Ländern und ausgewählten Kommunen zu den politischen Strategien der Interkulturellen Öffnung im Öffentlichen Dienst befragt. Zum anderen werden Maßnahmen der Personalrekrutierung der Obersten Bundes- und Landesbehörden sowie von Kommunalverwaltungen untersucht. Ziel ist die Identifikation von Erfolgsfaktoren für eine Erhöhung des Anteils Beschäftigter mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst.


 

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Befragung „We’ll Come United“-Demonstration 2018

Die Befragung ist Teil der Projekts gesellschaftliche Konflikte um Teilhabe der Abteilung Konflikt und Konsens.



Anlass

Demonstration „We’ll Come United“ gegen Rassismus am 29. September 2018 in Hamburg.

Die Befragung der Demonstration „We’ll Come United“ soll Aufschluss über soziodemographische Merkmale, Motive und Einstellungen der Demonstrierenden geben. Die Ergebnisse werden im Vergleich mit den Ergebnissen zurückliegender Demonstrationsbefragungen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung analysiert.

Beteiligte Institutionen

DeZIM-Institut e.V.; Institut für Protest- und Bewegungsforschung e.V.

Finanzierung

DeZIM-Institut e.V.

Beteiligte Wissenschaftler*innen

Sabrina Zajak, Elias Steinhilper, Priska Daphi, Sebastian Haunss, Nina-Kathrin Wienkoop, Piotr Kocyba

Literatur und Download

Die Resultate werden nach der Erhebung zeitnah auf unserer Website www.dezim-institut.de und www.protestinstitut.eu zum Download zur Verfügung gestellt.

Hinweis:

Wie angekündigt wurde am 29.09.2018 eine Befragung der Demonstration „We’ll Come United“ durchgeführt. Mit einem 6-sprachigen Umfrage-Team sowie ebenfalls 6-sprachigen Handzetteln wurden insgesamt knapp 1000 Teilnehmende der Demonstration angesprochen und aufgefordert, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen.

Leider war die Rücklaufquote mit 12% sehr gering. Anhand der eingegangenen Fragebögen können wir zudem die tatsächliche Vielfalt der demonstrierenden Gruppen und Personen nicht abbilden. Deshalb haben wir uns entschieden, von einer Veröffentlichung abzusehen. Stattdessen arbeiten wir intern mit Nachdruck an einer methodischen Reflexion, wie Akzeptanz und Rücklaufquoten bei Surveys während Protestereignissen erhöht werden können, die Fragen von gesellschaftlicher Teilhabe in der postmigrantischen Gesellschaft adressieren.


 

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DeZIM-AL 1

Prof. Richard Alba
Fotografie: Dirk Enters

Am 15.09.2017 fand die erste DeZIM-Abend-Lecture im Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum an der Humboldt-Universität zu Berlin statt.



Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Naika Foroutan (Leiterin des DeZIM-Instituts) und Dr. Ralf Kleindiek (Staatsekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) eröffnete der renommierte U.S.-amerikanische Migrationsforscher Prof. Richard Alba (Graduate Center der City University of New York) die DeZIM-AL-Veranstaltungsreihe mit einer Keynote mit dem Titel „The Impacts of Immigration on the U.S. Mainstream-Society“. Anschließend diskutierten Dr. Ralf Kleindiek, Vanessa Barth (Bereichsleiterin, IG Metall) und Bernd Ulrich (Stellvertretender Chefredakteur „Die Zeit“) den Vortrag und dessen Erkenntnisse für den deutschen Kontext. Prof. Dr. Andreas Zick (Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung) und Prof. Dr. Naika Foroutan moderierten die Podiumsdiskussion.

Für die DeZIM-AL-1 ist ein Veranstaltungsvideo verfügbar.

Die DeZIM-Abend-Lecture ist eine Veranstaltungsreihe des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), welches sich aus den beiden Säulen DeZIM-Institut und DeZIM-Gemeinschaft zusammensetzt.


 

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DeZIM-AL 2

Franziska Giffey Ministerin des BMFSFJ
Fotografie: Dirk Enters

Die zweite Veranstaltung der Reihe DeZIM-AL am 25.5.2018 beschäftigte sich mit den Fragen: Wie können wir Integration in Gesellschaften messen, die sich zunehmend pluralisieren? Welche Indikatoren werden dafür gebraucht?



Diese Fragen standen im Mittelpunkt der zweiten DeZIM-AL (Abend-Lecture). Eröffnet wurde der Abend mit einem Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey. Anschließend führte Prof. Dr. Frank Kalter, Leiter des DeZIM-Instituts, thematisch in die Veranstaltung ein.

Prof. Dr. Ruud Koopmans (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), Dr. Bernhard Santel (Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen) und Dr. Nevim Çil (Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration) gaben mit Inputvorträgen Einblicke zum bisherigen Stand der Integrationsmonitorings auf Bundes- und Länderebene. Daran anschließend diskutierten Dr. Anna Sauerbrey (Der Tagesspiegel), Thomas Ostermeier (Theaterregisseur), Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung) und Daniel Gyamerah (Citizens for Europe) u.a. die Frage, ob der Integrationsbegriff nicht viel weiter als nur bezogen auf Personen mit Migrationshintergrund diskutiert werden müsste. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Prof. Dr. Andreas Zick (Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung/Vorsitzender der DeZIM-Gemeinschaft) und Prof. Dr. Naika Foroutan (Leiterin DeZIM-Institut).

Für die DeZIM-AL-2 ist ein VERANSTALTUNGSVIDEO verfügbar.

Die DeZIM-Abend-Lecture ist eine Veranstaltungsreihe des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), welches sich aus den beiden Säulen DeZIM-Institut und DeZIM-Gemeinschaft zusammensetzt.


 

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