Das DeZIM-Institut

Das DeZIM-Institut ist eine Forschungseinrichtung, die durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird. Zentrale Aufgaben sind kontinuierliche methodisch fundierte Forschung und deren Transfer in Politik, Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft. Neben der DeZIM-Gemeinschaft ist es eine der zwei tragenden Säulen des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).

GRÜNDUNG

Am 31. Juli 2017 wurde das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) e.V. gegründet. Der Verein unterhält das DeZIM-Institut. Gründungsmitglieder sind der Bund, vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium des Innern (BMI), des Weiteren die Bundesländer Berlin und Niedersachsen, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität Osnabrück, die Universität Bielefeld, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Mannheim, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

POLITIKBERATUNG UND THEMENSCHWERPUNKTE

Die Hauptaufgabe des ressortforschungsähnlichen DeZIM-Instituts ist die Unterstützung des BMFSFJ durch Erarbeitung und Bereitstellung evidenzbasierten Wissens zu den Themen Integration und Migration. Übergeordnete Ziele sind dabei:

  • Die Sammlung und Dokumentation von Fakten über die Lebenssituation und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, vor allem im Kontext der Bereiche Familien-, Gleichstellungs-, Jugend-, Senioren- und Engagementpolitik;
  • Die Durchführung von Maßnahmen in den Bereichen Migrations- und Integrationsforschung sowie die Initiierung und Durchführung eigener Forschungsvorhaben zur Weiterentwicklung von Forschungsansätzen und zur Verbreiterung wissenschaftlicher Grundlagen;
  • Die Verbreitung der dokumentierten Fakten und der Informationen über Forschungsvorhaben an interessierte Stellen sowie die fortlaufende und zeitnahe Veröffentlichung von Forschungsergebnissen;
  • Die Zusammenarbeit und Kooperation mit bestehenden Strukturen und anderen wissenschaftlichen Standorten, insbesondere mit der DeZIM-Gemeinschaft, zu bündeln, weiterzuentwickeln, zu intensivieren und zukunftsträchtig zu etablieren.

Die enge Zusammenarbeit mit der DeZIM-Gemeinschaft, dem BMFSFJ und zivilgesellschaftlichen Initiativen dient der Identifikation von Forschungsbedarfen sowie der Schließung von Forschungslücken. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf gesellschaftspolitischen Fragestellungen, welche Migration, ihre Folgen und Ursachen sowie Integration von Familien, Frauen, Kindern und Jugendlichen sowie älterer Menschen zum Gegenstand haben. Ein weiterer Fokus liegt auf gesamtgesellschaftlicher Integration, die den Umgang mit kultureller, sprachlicher und religiöser Vielfalt in Regelstrukturen, im Ehrenamt und in der Wohlfahrtsarbeit beinhaltet, bis hin zu Radikalisierungsprozessen und der Ablehnung von Vielfalt.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Neben der Bereitstellung von Forschungsergebnissen, strebt das DeZIM-Institut nach Versachlichung der politischen Diskussionen und öffentlichen Debatten über Integration und Migration. Hierfür werden wissenschaftliche Argumente für mediale Berichterstattungen und öffentliche Meinungsbildungsprozesse zur Verfügung gestellt, die auf Veranstaltungen sowie durch Publikationen, Pressekonferenzen und Social Media verbreitet werden. So wird ein erfolgreicher Transfer der Forschungsergebnisse in Politik, Zivilgesellschaft und in die interessierte Öffentlichkeit sichergestellt.

Forschung

Hier finden Sie das aktuelle Forschungsprogramm des DeZIM-Instiuts. WEITER

Network & Diversity Management

Sana Shah, Leiterin Network & Diversity Management