Abteilung Integration


 

Die Forschung der Abteilung Integration betrifft die vielfältigen Prozesse und Dynamiken der Integration, die wir als Teilhabe am gesellschaftlichen Ganzen verstehen. Die Projekte in der Abteilung sind an den komplexen sozialen Interaktionen in der Gesellschaft interessiert und fokussieren die kognitive, strukturelle, kulturelle und emotionale Dimension der Integrationsprozesse sowie deren symbolisch-diskursive Aspekte auf verschiedenen Ebenen. Sie suchen nach den generierenden Mechanismen und bieten damit auch politische Empfehlungen mit Blick auf die realen/realisierten Bedarfe der Zielgruppen oder der Prüfung/Anpassung staatlicher Unterstützung.

Die Forschungsprojekte fragen vor allem nach den Besonderheiten der Integrationsverläufe in bestimmten Lebensphasen (Kinder, Jugendlicher, jüngere und ältere Erwachsene) und nach dem Verhältnis zwischen Individuen, Gruppen und Institutionen. Geschlechterspezifische Unterschiede, der Wandel von Geschlechterrollen und intergenerationalen Prozessen in Familien wird eine zentrale Rolle zugemessen. Dabei wird berücksichtigt, dass sich Familien oft über die Grenzen der Nationalstaaten hinweg erstrecken können (transnationale Familien).

Entsprechend des Umfangs und der Komplexität der behandelten Phänomene wird auf ein breites methodisches Instrumentarium zurückgegriffen. Dazu gehören sowohl die notwendigen kultur-sensiblen Differenzierungen, als auch eine große Vielfalt in den empirischen Forschungsansätzen. Die behandelten Integrationsaspekte erfordern nicht selten die Neuerhebung quantitativer und qualitativer Daten und sowie Entwicklung innovativer Instrumente. Die Abteilung strebt an, alle Daten so zu erheben, dass sie archiviert und wiederverwendet werden können.


Projekte der Abteilung Integration


 

Projekt: Freundschaft, Partnerschaft und Familie: Normative Vorstellungen junger Männer und Frauen mit Migrationserfahrung

Ziel der Studie ist, die Vielfältigkeit von Lebensentwürfen junger Männer und Frauen mit Migrationserfahrung zu verstehen, um darauf basierend zielgruppenorientierte Maßnahmen entwickeln zu können, sowie Instrumente für Messung der Integration der Jugendlichen in symbolisch-kultureller Dimension zu entwickeln.


 

Projekt: „Ein Zeitfenster für Vielfalt“ Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

Beschäftigte mit Migrationshintergrund sind im Öffentlichen Dienst unterrepräsentiert. Deshalb wurden Gegenmaßnahmen unter dem Stichwort „Interkulturelle Öffnung“ etabliert. Das Projekt „Ein Zeitfenster für Vielfalt“ gibt einen Überblick über Strategien zur Steigerung des Anteils Beschäftigter mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst und ihren Erfolg. 


 

Projekt: Bildungsverläufe und Bildungsteilhabe von Kindern aus zugewanderten Familien und Familien mit Fluchterfahrung

Bezüglich Bildung und Bildungsverläufen von Kindern aus zugewanderten Familien und Familien mit Fluchterfahrung gibt es in Deutschland eine breite Forschung, eine vergleichsweise sehr gute Datenlage und hervorragende wissenschaftliche Publikationen. Dennoch besteht ein Bedarf an weiterem Detailwissen und der Schließung von Forschungslücken, insbesondere um die politische und zivilgesellschaftliche Praxis verbessern zu können. Ziel des Projektes ist eine umfangreiche Aufarbeitung des Forschungsstandes und dessen vereinfachte Bereitstellung sowie die Identifikation von Forschungslücken.