Revis(ualis)ing Intersectionality

 


Drittmittel-Projekt: Revis(ualis)ing Intersectionality

gefördert durch die VolkswagenStiftung

Projektlauflaufzeit: Januar 2019 – Juni 2020

Bezüge: Kooperation mit Prof. Dr. Elahe Haschemi-Yekani, Humboldt-Universität zu Berlin

Projektteam: Prof. Dr. Magdalena Nowicka (Projektkoordination),  Dr. Tiara Roxanne


 

Inhalt und Fragestellung

Ausgehend von der visuellen Sphäre widmet sich das Projekt der Frage, wie ein Fokus auf Visualität dazu beitragen könnte, Methodologien der Intersektionalitätsforschung weiterzuentwickeln. Das Forschungsparadigma der Intersektionalität geht bisher von Kategorien aus, um Körper und Prozesse der sozialen Stratifizierung zu beschreiben. Wir wollen die Perspektive wechseln und schlagen vor, eine Methodologie zu erproben, die von visueller Vieldeutigkeit als Grundprämisse ausgeht. Entgegen dem oft vorgebrachten Einwand „Wir brauchen Kategorien, um die Welt zu verstehen“ wollen wir erkunden, ob die angenommenen Kategorien der Wahrnehmung menschlicher Differenz eher im Wege stehen und damit letztlich das Verstehen sozialer Ungleichheiten verhindern.

In diesem Sinne handelt es sich um ein Grundlagenprojekt, dessen Erkenntnisse allgemein der Forschung dienen können, die sich mit Fragen rund um Geschlecht, Alter und ethnische Zugehörigkeit beschäftigt und diese in einer intersektionalen Perspektive angeht. Des Weiteren ist das Ziel dieses Projekts, zur Entwicklung neuer Forschungsmethoden beizutragen.


Methodik

 

Die kritische Analyse bestehender Texte, Diskussionen und intersektionaler Begegnungen bilden die Grundlage für die Zusammenarbeit der Kooperationspartner*innen. In der Folge dieser Veranstaltungen werden die Ergebnisse in einer Publikation festgehalten, das in seinem Layout und unter Einbeziehen visueller Materialien einer solchen Re-/Vision der Intersektionalität Rechnung tragen soll. Das Buch wird auf Englisch und Deutsch im Open-Access Format erscheinen.

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Aktueller Stand

 

In einer ersten Phase wurde ein explorativer Workshop mit Künstler*innen, Philosoph*innen und Wissenschaftler*innen organisiert, um den visuellen öffentlichen Raum, der alltägliche visuelle Artefakte wie Beschilderungen umfasst, zu untersuchen und dabei zu testen, ob sich neue Formen des Sehens entwickeln lassen, die eher auf Existenzweisen als auf vermeintlich fixe Bedeutungen gerichtet sind, die an physische Charakteristika geknüpft werden.

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Weitere Arbeitsschritte

 

Im Herbst und Winter 2019 finden vier Abendveranstaltungen in der Reihe „Revis(ualis)ing Intersectionality: Conversations“ für ein Fachpublikum statt. Zwischen Januar und März 2020 wird der erste Entwurf der Publikation entstehen, die im April bei einer Veranstaltung der VW-Stiftung präsentiert werden soll. In der letzten Phase wird der Text finalisiert und schließlich veröffentlicht.

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Projektoutput


 

 

Funded by the Volkswagen Foundation