Effects of Stop-and-Frisk Policing on the Educational Outcomes of Undocumented Youth


Drittmittel-Projekt: „Effects of Stop-and-Frisk Policing on the Educational Outcomes of Undocumented Youth“

Laufzeit: September 2018 – September 2021

Projektkoordination:  Dr. Niklas Harder

Kooperationspartner*innen: Prof. Dr. Joscha Legewie (Harvard University), Prof. Dr. Amy Hsin (City University of New York), Linna Marten (Universität Uppsala)


 

Inhalt und Fragestellung

Wie wirkt sich vorbeugende Polizeiarbeit, insbesondere Polizeikontrollen auf offener Straße, auf unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen aus? In der Polizeiarbeit werden vorbeugende Polizeikontrollen als Abschreckungsstrategie zur Reduktion von Straßenkriminalität verwendet. Unklar ist bislang wie sich solche Kontrollen auf andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens auswirken. 

In der Integrationsforschung ist bereits dokumentiert, dass sich Abschiebungen und Intensivkontrollen des Aufenthaltsstatus negativ auf die Schulleistungen von Kindern eingewanderter Eltern auswirken. Unklar ist, ob dies auch bei vergleichsweise häufigeren aber weniger spezifischen Polizeikontrollen der Fall ist. Sollte dies der Fall sein, kann hier die Arbeit an einem normativen Ziel staatlichen Handelns (Sicherheit) einem anderen normativen Ziel staatlichen Handelns (Bildung) im Weg stehen. 

Unabhängig vom potentiellen Effekt auf Kriminalitätsraten geht es in diesem Projekt also um unbeabsichtigte Konsequenzen vorbeugender Polizeiarbeit. Konkret wird diese Fragestellung anhand des sogenannten „Stop-Question-and-Frisk“ Programms (auch „Stop and Frisk“) der New Yorker Polizei und Studiendaten der Studierenden an 18 Standorten der City University of New York untersucht. Durch eine Sonderregelung im Staat New York sind auch Daten zum Aufenthaltsstaus der Studierenden erfasst. Es kann also geprüft werden, ob der Effekt von Polizeikontrollen auch vom Aufenthaltsstatus abhängt.

Weiterführende Informationen


Methodik

 

In diesem Projekt verknüpfen wir 5 Millionen geokodierte Polizeikontrollen mit den Lebenswelten (Campus und Postleitzahlbereich des Wohnorts) von gut 260.000 Studierenden. Zudem versuchen wir anhand von Einkommenssteuerdaten, den weiteren beruflichen Werdegang der Studierenden nachzuvollziehen. Anhand dieser Daten und verschiedener „Differences in Differences“ Modelle schätzen wir den Effekt von Polizeikontrollen auf Studienleistungen und berufliche Karrieren. Die Daten erlauben es uns auch diesen Effekt separat nach Aufenthaltsstatus und ethnischer Zugehörigkeit auszuweisen.

 

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Aktueller Stand

 

Die bereits vorhandenen Daten (Polizeikontrollen und Studienleistungen) wurden bereinigt und verbunden. Weitere Daten (berufliche Karriere) wurden beantragt. Erste Modelle wurden geschätzt.

 

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Weitere Arbeitsschritte

 

Im Winter 2019/2020 sollen weitere Modelle geschätzt und Sensitivity Checks durchgeführt werden. Ein Working Paper zum Effekt auf die Studienleistungen ist für das Frühjahr 2020 geplant. Anschließend wird der Effekt auf die weitere berufliche Karriere analysiert.

 

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Förderung

 

Grant # 1811-09308 der Russell Sage Foundation und der Carnegie Corporation of New York

 

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