Wohlfahrtspflegerische Leistungen von säkularen Migrantenorganisationen in Deutschland


Projekt: Wohlfahrtspflegerische Leistungen von säkularen Migrantenorganisationen in Deutschland

Ein Kooperationsprojekt mit der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Laufzeit: 01.01.2019 – 31.12.2019

Projektteam DeZIM: Prof. Dr. Magdalena Nowicka (Projektkoordination), Saboura NaqshbandNuriani Hamdan (ehem. studentische*r Mitarbeiter*in)

Ehemalige Projektmitarbeiter*innen:  Valentin FenebergSinthujan Varatharajah

Projektteam ZfTI: apl. Prof. Dirk Halm (Projektkoordination), Dr. Martina Sauer


 

Inhalt und Fragestellung:

Die Studie soll sichtbar machen, welche wohlfahrtspflegerischen Leistungen in Deutschland von säkularen Migrant*innenorganisationen erbracht werden. Dabei sollen auch die Bedingungen, unter denen diese Unterstützungen geleistet werden, mit betrachtet werden.

Folgenden Forschungsfragen sollen untersucht werden:

  • Welche Arten von Leistungen werden angeboten und an wen richten sie sich?
  • In welchem Umfang werden diese Leistungen angeboten?
  • Inwiefern sind diejenigen, die die Leistungen erbringen, dafür qualifiziert?
  • Mit welchen weiteren Ressourcen ist die Erbringung der Leistungen verbunden? Durch wen werden diese Ressourcen zur Verfügung gestellt?
  • Werden die angebotenen Leistungen in Kooperation erbracht? Falls ja, mit wem?
  • Inwiefern werden die angebotenen Leistungen in Anspruch genommen?
  • In welchem Umfang und von wem werden die Leistungen genutzt?

Ein sekundäres Erkenntnisinteresse liegt darin herauszufinden, inwiefern verschiedene Organisationscharakteristika der Trägerorganisationen bzw. Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die Erbringung wohlfahrtspflegerischer Leistungen haben (Zusammenhangsanalysen). Dabei sollen u. a. folgende Forschungsfragen untersucht werden:

  • Welchen Einfluss haben die Personalressourcen der jeweiligen Trägerorganisation auf die Erbringung der Leistungen?
  • Welchen Einfluss hat eine Verbandszugehörigkeit der jeweiligen Trägerorganisation auf die Erbringung der Leistungen?

Welchen Einfluss hat die organisatorische Differenzierung der jeweiligen Trägerorganisation auf die Erbringung der Leistungen?


Methodik

 

Für die Bestandsaufnahme führt das Projekt eine telefonische Befragung ausgewählter Migrant*innenorganisationen in Deutschland durch. In diesem Rahmen werden von den Organisationen angebotene soziale Dienstleistungen und weitere Informationen (etwa Nutzer*innenzahlen, Personal und infrastrukturelle Voraussetzungen) sowie Erfahrungen und Rahmenbedingungen abgefragt. Die Auswertung der Daten erfolgt anonym – also ohne Bezug auf eine konkrete Organisation – und konzentriert sich auf Art und Umfang der sozialen Leistungen von Migrant*innenorganisationen insgesamt sowie auf die Bedingungsfaktoren der sozialen Tätigkeiten. Angaben einzelner Organisationen werden nicht ausgewertet oder weitergegeben.

Fallstudien in verschiedenen Kommunen ergänzen die Analyse der Bedingungen, unter denen soziale Dienstleistungen von Migrant*innenorganisationen erbracht werden können. Zusätzlich werden Vertreter*innen der Dachverbände und Verbände interviewt

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Aktueller Stand

 

In der ersten Phase des Projekts fanden zwei Workshops mit Stakeholdern statt. Anschließend wurden der Leitfaden für Fallstudien und der Fragebogen für den Survey vorbereitet. Gleichzeitig hat das Team das Sample erarbeitet. Hierzu wurden in Kooperation mit den relevanten Dachverbänden Kontaktdaten der Organisationen recherchiert. Zusätzliche Recherchen in sechs ausgewählten Städten erlaubten, das Sample zu vervollständigen. Die telefonische Befragung fand im Sommer 2019 statt. Die Fallstudien in vier Städten sind im Gange.

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Weitere Arbeitsschritte

 

Für Herbst 2019 sind die erste Auswertung des Surveys und der Abschluss der Fallstudien vorgesehen. Im Oktober wird der Antrag auf Verlängerung gestellt. Im Dezember ist ein dritter Workshop mit Stakeholdern geplant. Die vertieften Auswertungen und die Abschlusskonferenz sind für die Verlängerungsphase (Januar bis März 2020) vorgesehen. In dieser Phase werden auch ein Abschlussbericht und weitere Publikationen vorbereitet.

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