Abteilung Konsens & Konflikt


 

Die ABTEILUNG KONSENS & KONFLIKT widmet sich der Tatsache, dass Prozesse der Migration und Integration die institutionellen, soziokulturellen und ökonomischen Gegebenheiten der Aufnahmegesellschaften und die damit verbundenen Diskurse verändern. Sie können Konflikte erzeugen, die konstruktiv oder destruktiv sind. Umgekehrt sind die Migrations- und Integrationsprozesse selbst in hohem Maße von diesen Bedingungen, dem sogenannten „Rezeptionskontext“ (context of reception) abhängig. Ebenso sind sie davon abhängig, wie gut sich entstehende Konflikte einhegen und regulieren lassen. In den Forschungen der Abteilung stehen Fragen im Vordergrund, die sich mit dem Verhältnis von Migration und gesellschaftlichen Konflikten befassen.


Projekte der Abteilung Konsens & Konflikt 


 

Projekt 2.01 (P)ostmigrantische Gesellschaften

Im Zentrum des Monitorings liegt die Erforschung postmigrantischer Gesellschaften. Im Konkreten geht es um unterschiedliche Positionierungen zur Teilhabe von Minderheiten innerhalb der Bevölkerung Deutschlands - vor dem Hintergrund des gesellschaftspolitisch formulierten Selbstverständnisses, ein Einwanderungsland zu sein.


 

Projekt 2.02 - Die Erfassung von Mehrfachdiskriminierung und ihrer Dynamiken

In diesem Projekt soll eine empirische Datengrundlage zur Erfassung von Mehrfachdiskriminierungen geschaffen werden, die im Kontext der Einwanderungsgesellschaft Deutschland eine Rolle spielen. Die in amtlichen Statistiken und empirischen Studien üblicherweise verwendete Kategorie des „Migrationshintergrunds“ (MH) ist nicht ausreichend, um die vielschichtigen und ganz unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen zu erfassen, denen Menschen in der Einwanderungsgesellschaft ausgesetzt sind.


 

Projekt 2.02 - Politische Bildung und Jugendverbandsarbeit in Bezug auf muslimische Jugendliche

Gegenstand des Forschungsprojektes ist zunächst die systematische Erfassung der größeren muslimischen Initiativen in Deutschland. Sie sollen den beiden klassischen Handlungsfeldern der Jugendarbeit politische Bildung und Jugendverbandsarbeit zugeordnet, ihre Finanzierung untersucht sowie die Potenziale einzelner Initiativen festgestellt werden. Hierzu werden nach der Erfassung der Initiativen Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern dieser Initiativen geführt.