Diversität von Förder- und Kooperationsstrukturen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik


Drittmittelprojekt: Diversität von Förder- und Kooperationsstrukturen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

Laufzeit: 01.09.2021 – 31.07.2023

Projektleitung: 

Prof. Dr. Sabrina Zajak & Dr. Ralf Wölfer

Projektmitarbeiter*innen: 

Dr. Maryam Rutner, Wissenschaftliche Leitung
Caroline Assad, Wissenschaftliche Koordinatorin
Ana-Maria Nikolas, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Sophia Aalders, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Javiera Ramirez, Studentische Mitarbeiterin
Oktay Balci, Studentischer Mitarbeiter

Finanzierung:

Auswärtiges Amt


 

Inhalt

Unsere Gesellschaft wird immer vielfältiger.  Menschen unterscheiden sich ich ihrer nationalen, sozialen und ethnischen Herkunft und in ihrem Geschlecht, sie gehören unterschiedlichen (oder keinen) Religionen und Weltanschauungen an. Diese Vielfalt anzuerkennen ist ein wichtiger Aspekt der demokratischen Teilhabe. Sie muss sich in öffentlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft widerspiegeln. Dies erfordert eine diversitätsorientierte Organisationsentwicklung, die nicht nur die Diversifizierung der Personalstruktur, sondern auch eine diversitätssensible Mittelvergabe öffentlicher Gelder umfasst. So soll eine strukturelle Benachteiligung potenzieller Förderempfänger mit Vielfaltsbezug vermieden und eine weitere Öffnung in der Zivilgesellschaft unterstützt werden. Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) hat zum Ziel, über geographische, soziale und politische Grenzen hinweg Zugang zu Kultur und Bildung zu ermöglichen. Dies gilt sowohl im internationalen Bereich als auch im Inland. Um diesen Auftrag – Teilhabe und Zugang – erfolgreich und nachhaltig umzusetzen, sollen die Strukturen und Prozesse der AKBP die Realität gesellschaftlicher Pluralität widerspiegeln.

Ziel des geplanten Projektes ist es, am Beispiel der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) die Diversität existierender Förder- und Kooperationsstrukturen (dazu zählt der unmittelbare Förderbereich des AA als auch den mittelbaren Förderbereich der sogenannten mittlerbasierten AKBPs) zu untersuchen. Dabei sollen auch die Entscheidungsprozesse während der Ausschreibungs-, Begutachtungs- und Vergabephasen von Fördermitteln analysiert werden. Auf dieser Grundlage sollen (wahrgenommene) Exklusionsmechanismen von Förderempfängern mit Vielfaltsbezug identifiziert und eine entsprechende mittel-, personen- und organisationsbezogene Diversitätsstrategie ausgearbeitet werden.

 


Zentrale Fragen:

1.         Wie werden direkte und mittlerbasierte Förderinstitutionen in der Auswärtigen Kultur- & Bildungspolitik (AKBP) durch zivilgesellschaftliche Organisationen mit unterschiedlichem Vielfaltsbezug mit Blick auf Zugangsmöglichkeiten und Diversitätspraxis wahrgenommen? Welche tatsächlichen und antizipierten Exklusionsmechanismen oder konkreten Erfahrungen in Antragsprozessen existieren. Erhöhen oder verringern sie die Wahrscheinlichkeit, Fördermittel zu beantragen?

2.         Wie strukturiert sich die Förderlandschaft der AKBP in Abhängigkeit vom Vielfaltsbezug zivilgesellschaftlicher Organisationen? Wer sind die zentralen Akteure im Fördernetzwerk, und wer ist eher isoliert?

3.         Welche expliziten und impliziten Annahmen leiten Handlungs- und Entscheidungsprozesse verschiedener Mitarbeiter*innen im Auswärtigen Amt sowie in Mittlerorganisationen während der Ausschreibungs-, Begutachtungs- und Vergabephase von Fördermitteln?

 


Methodik

 

Wir arbeiten mit einem für die Fragestellung passgenauen, multimethodischen Design. Dieses umfasst eine Organisationsbefragung zivilgesellschaftlicher und mittlerbasierter Förderinstitutionen in der AKBP, eine organisationale Netzwerkanalyse sowie semi-strukturierte Interviews und implizite Testverfahren. Unser methodisches Konzept folgt einem partizipativen Forschungsverständnis. Dazu gehört der Austausch mit relevanten Akteuren innerhalb des Auswärtigen Amts sowie Partnerorganisationen aus der Zivilgesellschaft, den Mittlerorganisationen und der breiteren Forschungsgemeinschaft. Unser Forschungsteam setzt sich aus Soziolog*innen, Politolog*innen und Sozialpsycholog*innen zusammen, die erhebliche Forschungserfahrung in dem Feld besitzen und die relevanten methodischen Fähigkeiten besitzen.

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Publikationen

Vielfalt bei der Förderung – Diversität von Förder- und Kooperationsstrukturen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) (PDF)