Dokumentationsstandards in der Antidiskriminierungsberatung


 

Laufzeit: Mai 2021 – November 2021

Fördergeber*in: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Projektteam: Sophia Aalders (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), Steffen Beigang (Projektkoordination)

Supervision:Dr. Ralf Wölfer, Dr. Cihan Sinanoglu

 


Inhalt

Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines Konzeptes für die inhaltlichen und methodischen Mindeststandards von Dokumentationsverfahren bei Antidiskriminierungsberatungen. Dafür werden sowohl bestehende Dokumentationssysteme verglichen als auch Dokumentationssysteme anderer Beratungen (beispielsweise Opferberatungen) und standardisierte Dokumentationen von Diskriminierung in anderen Ländern einbezogen.

Dabei müssen die unterschiedlichen Anforderungen an die Dokumentation von Seiten der Beratung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Forschung berücksichtigt werden. Die in drei Workshops mit Expert*innen der Antidiskriminierungsberatungen erarbeiteten Vorschläge werden deshalb unter anderem nach den Kriterien Handhabbarkeit der erhobenen Merkmale und Kategorien, Anonymisierung und Analysekraft der Daten geprüft.

Der abschließende Bericht wird die so entwickelten Dokumentationsstandards vorstellen und außerdem den partizipativen Prozess mitsamt der im Prozess entstandenen Debatten abbilden.


Methodik

In drei Workshops werden Expert*innen von verschiedenen Beratungsstellen eingeladen, um Möglichkeiten und Formen von Dokumentationssystemen zu diskutieren. Dabei werden grundsätzliche Fragen der Zielsetzung von Dokumentationsstandards diskutiert und außerdem jeweils Vor- und Nachteile abgewogen. Außerdem müssen konzeptionelle Grundfragen angesprochen werden, die mit einer harmonisierten Dokumentation von Beschwerdedaten einhergehen. Dies betrifft insbesondere die zu erfassenden Aspekte und ihr Verständnis, aber beispielsweise auch die Perspektivität der Dokumentation (Berater*in, diskriminierte Person oder beides), die Notwendigkeit der Erhebung soziodemographischer Daten sowie Vorkehrungen zum Datenschutz und die Integration in die Arbeitsprozesse.

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Weitere Arbeitsschritte

Workshop 1: Diskussion bestehender Dokumentationssysteme und möglicher Erweiterungen; Besprechung konzeptioneller Grundfragen

Workshop 2: Diskussion eines Vorschlags für inhaltliche und methodische Standards der Antidiskriminierungsberatung auf Basis der Ergebnisse aus dem ersten Workshop

Workshop 3: Gemeinsame Überarbeitung des Konzeptes aus dem zweiten Workshop

Abschlussbericht

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