Cross-Migration ‘Current European and Cross-National Comparative Research and Research Actions on Migration’

 


Drittmittel-Projekt: Cross-Migration ‘Current European and Cross-National Comparative Research and Research Actions on Migration’

Beginn: 1.3.2018

Dauer: 24 Monate

Mitarbeitende: Dr. Franck Düvell 


 

Inhalt und Fragestellung

Migration und die Charakteristika, die deren Parameter konstituieren, sowie die Dynamiken und Komplexitäten stellen eine der vorrangigen Herausforderungen in Europa dar. Unter diesen Umständen besteht die Notwendigkeit, für die Gestaltung von effizienter und konstruktiver Politik relevantes, präzises und nützliches Wissen zur Verfügung zu haben. Auch wenn einige Datenbasen wie etwa Eurostat und OECD wertvolle Einblicke in diese migratorischen Dynamiken bieten, so existiert doch keine effiziente und integrierte Datenbasis in Europa, welche die enorm vielfältigen Untersuchungen von Migration auflistet, synthetisiert und kategorisiert. Dieses Projekt bringt deshalb 16 führende Forschungsinstitute überwiegend aus dem IMISCOE Netzwerk (International Migration, Integration and Social Cohesion) (vormals ein EU-gefördertes Network of Exellence) und politische Institute sowie internationale Organisationen zusammen mit dem Ziel, diese Lücke sachkundig zu füllen und einen zentralen Knotenpunkt (‘Hub’) zu schaffen.

Dieser Knotenpunkt wird aufgrund seiner Fähigkeit, eine Grammatik für das Design von gegenwärtiger und zukünftiger Politik bereitzustellen, von instrumentellem Wert sein. Im Wesentlichen wird er vergangene, gegenwärtige und zukünftige Migrationsforschung akkumulieren und konsolidieren, indem er einen extensiven und bündigen Überblick über Triebkräfte von Migration, Infrastrukturen (Routen, Drehscheiben, Transportunternehmen/Dienstleister/Schmuggler, Netzwerke, soziale Medien), Flüsse und Politiken zur Verfügung stellt und ein Klassifikationssystem der Forschung entwickelt. Dies erlaubt es dann auch, zu einem systematischen Verständnis der Faktoren zu kommen, die die Interaktionen zwischen diesen analytischen Kategorien darstellen. Die Akkumulation, Integration und Zugänglichkeit von Forschung in einem solchen Knotenpunkt wird ein integrales Element zur Verbesserung von Politikgestaltung sein, insofern er alle relevanten Daten konzentriert und visualisiert und dadurch die Informationsbeschaffung zur Verfolgung politischer Ziele fördert. Deshalb ist auch ein kontinuierlicher Dialog von Forschung und Politik zentral für die Erstellung des Knotenpunktes. Dies setzt Nutzer in die Position, Szenarien zukünftiger Migrationen zu entwickeln. Schließlich zielt das Projekt – vom Design her ist es als Kollaborations- und Unterstützungsprojekt ausgelegt – darauf ab, in enger Zusammenarbeit mit der EU-Kommission Wissenslücken, Überschneidungen und Querverbindungen in der Forschung auszumachen und im Ergebnis zur Formulierung zukünftiger Migrationsforschungsagendas beizutragen.

Methoden

Das Projekt basiert auf Desk Research, der Entwicklung induktiver und deduktiver Forschungsfragen, einer computer-gestützten Erhebung der Migrationsforschung der vergangenen 10 Jahre sowie deren Auswertung durch die Experten des Forschungskonsortiums und einem Forschungs-Politikdialog.

Arbeitsschritte

  • Umsetzung des Forschungs-Politikdialoges (M1-4) einschließlich der Formulierung der Schlüsselfragen (M3-4)
  • Aufbau des Forschungsnetzwerkes (M1-2) einschließlich Entwicklung des Klassifikationssystems (M1-6)
  • Erstellung der Datenbasis (M3-10)
  • Sekundäre Kodierung der Literatur, bibliometrische Analyse der Literatur, Metaanalyse und Expertenkonsultationen sowie Analyse des Forschungsstandes (M10-16)
  • Revision der methodologischen, ethischen und konzeptionellen Angelegenheiten, Migrationspolitikanalyse (M13-18)
  • Identifikation der wichtigsten politischen Indikatoren (M17-23)
  • Entwicklung von Migrationsszenarios (M17-23)
  • Vorbereitung einer strategischen Forschungsagenda einschließlich einer Bewertung der Forschungsförderungsinstrumente (M17-22)

Das DeZIM (F Duvell) leitet das Arbeitspaket 4, Infrastrukturen der Migration, trägt aber auch zu den anderen Arbeitspaketen bei.