Fluchtbiographien, Familienstrukturen und Rückkehrpläne von Frauen mit Asylberechtigung und subsidiärem Schutz

 


Projekt: Fluchtbiographien, Familienstrukturen und Rückkehrpläne von Frauen mit Asylberechtigung und subsidiärem Schutz

Beginn: 1.7.2019

Dauer: 18 Monate

Verantwortlich: Dr. Franck Düvell 


 

Inhalt und Fragestellung

Die Biographien und Lebenssituation geflüchteter Frauen sind, insbesondere auch im Hinblick auf eventuelle besondere Unterstützungsleistungen, von besonderer Bedeutung. Im Rahmen des Projekts GeFF (Geflüchtete Frauen und Familien), einem Teilprojekt des Auftaktprojektes der DeZIM-Gemeinschaft, wird diesen Fragen, soweit möglich, mit den quantitativen Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten nachgegangen. In diesem Projekt soll diese Perspektive mit ausführlichen qualitativen Tiefeninterviews ergänzt werden. Dabei sind vor allem auch Unterstützungsbedarfe und mittel- und langfristigen Migrationsaspiration, insbesondere die Rückkehrorientierungen der Frauen von Interesse.

Methodik

Wir werden qualitative Interviews mit Frauen an zwei unterschiedlichen Orten erheben. Wir werden die Frauen anhand von Purposive Sampling anhand der Faktoren Nationalität, Alter, Familienstand, Aufenthaltsstatus, Aufenthaltsdauer, Ausbildung und sozialer Klasse und hier die ganze Bandbreite an Lebenslagen und Erfahrungen abbilden. Zudem werden wir Snowball Sampling anwenden und dabei verschiedene Eintrittspunkte verwenden, um Sampling Bias zu vermeiden.

Arbeitsschritte

Der erste Schritt besteht aus einer Bewertung des Standes des GeFF-Projektes, Identifizierung offener Forschungsfragen. Im zweiten Schritt werden wir den Stand der Forschung in Deutschland und darüber hinaus eruieren. Als Ergebnis wird ein Bericht um den Stand der Forschung verfasst. Dieser beinhaltet auch bereits die detaillierten Forschungsfragen dieses Projektes.

Im dritten Schritt werden wir einen Interviewleitfaden entwickeln und die Feldforschung durchführen. Anschließend werden die Interviews in ein Datenverarbeitungsprogramm (Nvivo) eingegeben, kodiert und ausgewertet. Im Anschluss wird ein Forschungsbericht verfasst.