Migrationsaspirationen von syrischen Flüchtlingen in der Türkei vor dem Hintergrund ihrer familiären Situation

 


Projekt: Migrationsaspirationen von syrischen Flüchtlingen in der Türkei vor dem Hintergrund ihrer familiären Situation

Beginn: 1.9.2018

Dauer: 12 Monate

Verantwortlich: Dr. Franck Düvell


 

Inhalt und Fragestellung

Die Türkei ist das Hauptaufnahmeland von syrischen Flüchtlingen. Offiziell sind dort 3,5 Millionen syrische Flüchtlinge registriert, aber obwohl bis zu 200.000 nicht registriert sind, dürfte die tatsächliche Zahl der Flüchtlinge weit niedriger sein. In 2015/16 sind rund eine Millionen Flüchtlinge weiter in die EU gezogen, bis die Grenzen wieder geschlossen wurden. Seitdem sind die Zahlen der Neuankömmlinge stark gesunken auf 1.000 bis 2.000 monatlich. Dieses Projekt soll herausfinden, wie es um die Migrationsaspirationen von syrischen Flüchtlingen in der Türkei bestellt ist, ob sie bleiben, zurückkehren oder in die EU wollen und wie hoch demnach das Migrationspotential ist. Es untersucht insbesondere den Familienkontext, die Rolle getrennter Familien und Überlegungen zum Familienwohl als Migrationsgrund, außerdem Migrationsentscheidungsprozesse im Familienverband sowie daneben auch die Perzeption von Flüchtlings- und sozialen Rechten in der Türkei, der EU und insbesondere in Deutschland.

Methodik

Zu diesem Zweck werden wir einen Survey in sechs Städten in der Türkei erheben (N: 6x250=1500) und daneben noch Tiefeninterviews durchführen (N: 6x15=90).

Arbeitsschritte

  • Erstellung der Erhebungsinstrumente
  • Durchführung des Survey sowie der qualitativen Interviews, Data Cleaning und Entry, deskriptive Analyse, Regressionsanalyse
  • Internationaler Workshop in Berlin, zu dem weitere Wissenschaftler aus der Türkei und Deutschland ihre Forschungen zu syrischen Flüchtlingsfamilien vorstellen
  • Verfassen des Forschungsberichtes sowie eines Briefs, Veröffentlichung derselben auf weiteren Veranstaltungen in Kopenhagen, Brüssel und Ankara