Die DeZIM-Forschungsgemeinschaft


 

In der DeZIM-Forschungsgemeinschaft vernetzt sich das DeZIM-Institut mit anderen Einrichtungen, die in Deutschland zu Migration und Integration forschen. 

Die Mitglieder der DeZIM-Forschungsgemeinschaft sind:

•    Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)
•    Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 
•    Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG)
•    Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
•    Interdisziplinäres Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM)
•    Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)
•    Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Zu Integration und Migration wird in Deutschland bislang dezentral und über verschiedene Institutionen verstreut geforscht. Die Zusammenarbeit in der Forschungsgemeinschaft soll zu einer stärkeren Koordination und Profilbildung der einzelnen Einrichtungen beitragen und helfen, Integrations- und Migrationsthemen auch in der Lehre stärker ins Zentrum zu rücken, Forschungslücken zu schließen und einen exzellent ausgebildeten, akademischen Nachwuchs zu fördern. Kurz: die Zusammenarbeit des DeZIM-Instituts mit anderen Einrichtungen in der DeZIM-Forschungsgemeinschaft soll die Migrationsforschung in Deutschland stärken.

Das DeZIM-Institut arbeitet eng mit den anderen Einrichtungen der DeZIM-Forschungsgemeinschaft zusammen und entwickelt gemeinsame Forschungsprojekte. 
Die gemeinsamen Forschungsprojekte werden durch die beteiligten Einrichtungen umgesetzt. Das DeZIM-Institut vermittelt die Ergebnisse der gemeinsamen Forschungsprojekte an Öffentlichkeit, Medien und die Politik, insbesondere an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). 

IAB


 

Die Kooperationsprojekte der DeZIM-Forschungsgemeinschaft 

 


 

Die Mitglieder der DeZIM-Forschungsgemeinschaft

 

Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung

Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)

Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Humboldt-Universität zu Berlin. Es wurde 2014 gegründet und betrachtet Fragen der Integration und Migration in einem breiteren Kontext, indem es moderne Migrationsgesellschaften als Ganzes in den Blick nimmt. Es wird von Prof. Dr. Naika Foroutan und Prof. Dr. Herbert Brücker geleitet.

Das BIM erforscht die Dynamiken von Migration, Integration sowie In- und Exklusion in postmigrantischen Gesellschaften. Es fragt danach, wie sich Integrations- und Migrationsprozesse in Deutschland und Europa bisher vollzogen haben und künftig entwickeln werden. Der Blick richtet sich dabei immer auf die gesamte Gesellschaft. Das BIM verzahnt empirische Grundlagenforschung mit Theorien der Migrations- und Integrationsforschung und gliedert sich in acht Abteilungen, die u.a. zu „Integration, soziale Netzwerke und kulturelle Lebensstile“, „Bildung und Integration“, „Arbeitsmarkt, Migration und Integration“ oder „Integration, Sport und Fußball“ forschen.

 


 

 

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg. Es wurde 1967 gegründet und widmet sich allen Fragen rund um den Arbeitsmarkt. Der Forschungsbereich „Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung“ wird seit 2005 von Prof. Dr. Herbert Brücker geleitet.

Das IAB untersucht, wie sich Flucht und Migration auf die Arbeitsmärkte und sozialen Sicherungssysteme in Deutschland und Europa auswirken und welche Faktoren die Integration von Migrantinnen und Migranten und von Geflüchteten in Arbeitsmarkt, Bildungssystem und Gesellschaft in Deutschland und anderen europäischen Staaten beeinflussen. Seit 2013 befragt das IAB jährlich Migrantinnen und Migranten in Deutschland (IAB-SOEP-Migrationsstichprobe). Seit 2016 befragt es Geflüchtete (IAB-BAMF-SOEP-Befragung). Diese beiden Längsschnittbefragungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Migrations- und Flüchtlingsforschung in Deutschland.

 


Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung

 

Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG)

Das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) ist eine wissenschaftliche Einrichtung an der Universität Bielefeld. Es wurde 1996 gegründet und forscht zu den Ursachen und Auswirkungen sozialer Konflikte, insbesondere zu sozialer Desintegration und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Seit 2013 wird das Institut durch Prof. Dr. Andreas Zick geleitet.

Das IKG widmet sich der interdisziplinären Theorieentwicklung und der empirischen Erforschung von politisch und gesellschaftlich relevanten Konflikten und Gewalt sowie deren Folgen für den sozialen Zusammenhalt, Partizipation, Demokratie und Frieden. Es ist eine der führenden deutschen Forschungseinrichtungen in diesem Bereich. Das IKG kann auf ein umfassendes Netzwerk mit akademischen und nicht-akademischen Partnern sowie Forschungsgruppen auf lokaler, nationaler und globaler Ebene zurückgreifen. Das IKG fühlt sich dem Dialog zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft verpflichtet und beteiligt sich an politischen und sozialen Diskursen.

 


Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien

 

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)

Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Universität Osnabrück. Es wurde 1990/91 gegründet und war das erste reguläre universitäre Forschungsinstitut in Deutschland, das sich Fragen von Migration und Integration widmete. Es wird seit 2009 von Prof. Dr. Andreas Pott geleitet.  

Das IMIS vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen. Aufgrund seiner Grundlagenforschung, seiner Expertise sowie einer in Deutschland einmaligen interdisziplinären Breite gehört das IMIS zu den international anerkannten Institutionen der Migrationsforschung. Durch Publikationen, öffentliche Veranstaltungen und die wissenschaftliche Beratungstätigkeit seiner Mitglieder leistet es einen wichtigen Beitrag zur interdisziplinären Forschung sowie zum Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Forschungsinteressen und -projekte am IMIS bündeln sich gegenwärtig in drei Feldern: "Migrationsregime", "Flucht und Schutzsuchende: Bedingungen, Formen und Folgen von Gewaltmigration" sowie "Potentiale der Migration und Diversität".

 


 Das Interdisziplinäre Zentrum fuer Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM)

 

Interdisziplinäres Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM)

Das Interdisziplinäre Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM) ist ein Forschungszentrum der Universität Duisburg-Essen. Es wurde 2017 gegründet, um die bestehende Forschung zu Integration und Migration an der Universität Duisburg-Essen zu bündeln und zu stärken. Es ist das erste universitäre Zentrum dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Seit 2020 ist Prof. Dr. Andreas Blätte der Vorsitzende.

Die Universität Duisburg-Essen liegt in einer Region, die auf eine lange Geschichte der Einwanderung zurückblickt. Das InZentIm vereint Forscherinnen und Forscher aus den Sozial-, Geistes- und Bildungswissenschaften bis hin zur Medizin, die sich mit Aspekten von Integration und Migration befassen. Die Arbeit gliedert sich derzeit in fünf thematischen Clustern. Das InZentIM arbeitet eng mit anderen Forschungseinrichtungen sowie mit Stiftungen, Kommunen, Schulen und Initiativen im Ruhrgebiet und im Land Nordrhein-Westfalen zusammen und hat sich dem Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur verschrieben. Mit seinen Veranstaltungen wendet es sich auch an die breite Öffentlichkeit und die Medien.

 


mzes - Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung

 

Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)

Das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut der Universität Mannheim. Es wurde 1989 gegründet und forscht zu europäischen Gesellschaften und ihren politischen Systemen. Die mehr als 80 Forscherinnen und Forscher am MZES stammen aus unterschiedlichen Fächern wie Soziologie, Politikwissenschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Ökonomie.

Die Forschung am MZES ist in zwei Arbeitsbereiche unterteilt, die sich in jeweils drei Schwerpunkte gliedern. Der Forschungsschwerpunkt 3 des weitgehend soziologisch orientierten Arbeitsbereichs A widmet sich dem Thema "Migration und ethnische Minderheiten". Er bildet derzeit den Schwerpunkt mit den meisten Projekten innerhalb des Arbeitsbereichs und wird von Prof. Dr. Frank Kalter geleitet, der von 2014 bis 2017 auch Direktor des MZES war. Kalter leitet am MZES u.a. eine Langzeitstudie zu Einwandererkindern in vier europäischen Staaten: „Children of Immigrants Longitudinal Survey in Four European Countries (CILS4EU)“.

 


Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

 

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Berlin. Das sozialwissenschaftliche Institut wurde 1969 gegründet und untersucht grundlegende Fragen moderner Gesellschaften.

Der Bereich "Migration und Diversität" ist einer von sieben thematischen Schwerpunkten am WZB, die sich ansonsten u.a. auch den "Dynamiken sozialer Ungleichheiten" oder dem "Wandel politischer Systeme" widmen. Die Forschungsabteilung "Migration, Integration, Transnationalisierung" wird seit 2007 von Prof. Dr. Ruud Koopmans geleitet. Sie untersucht, wie unterschiedlich europäische Länder mit Zuwanderung umgehen, etwa mit Blick auf die Fragen nach „nationaler Identität“, „Citizenship“ und dem Verhältnis von Staat und Religion.

Die Forschung am WZB ist theoriegeleitet, praxisbezogen, oft langfristig angelegt und meist international vergleichend. Das WZB kooperiert eng mit den Berliner Universitäten und mit Forschungseinrichtungen im Ausland. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.