MigTex: Textressourcen für die Integrations- und Migrationsforschung


 

Das Ziel des Projekts ist, für die Migrations- und Integrationsforschung relevante Textressourcen (Korpora, Diktionäre, Annotationen, Trainingsdaten) zu identifizieren, diese in nachhaltige Formate zu überführen und für die Forschung bereitzustellen. Methodisch ist das Projekt im Bereich der eHumanities bzw. Computational Social Sciences angesiedelt. Es wird in einer Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen (Interdisziplinäres Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung / InZentIM) und dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) durchgeführt. „MigTex“ baut dabei auf der Infrastruktur, der Codebasis und den Zielsetzungen des PolMine-Projekts auf. Als Strukturprojekt trägt „MigTex“ zur Forschungsdateninfrastruktur des Deutschen Zentrums für Migrations- und Integrationsforschung (DeZIM) bei.

Ein zentrales Interesse des Projekts ist die nachhaltige Bereitstellung von Textressourcen für die Migrations- und Integrationsforschung. Diese Textressourcen in nachhaltige Formate (eXtended Markup Language / XML) zu überführen, dient der Reproduzierbarkeit und führt somit zu mehr Transparenz in der Forschung. Aufwändige Doppelarbeiten können vermieden werden. Die Entwicklung einschlägiger Korpora, Diktionäre und Annotationen eröffnet Potenziale für neue Forschungsansätze und Forschungsvorhaben der Migrations- und Integrationsforschung. Hierzu ist es notwendig, sowohl neue Verfahren bei der nachhaltigen Aufbereitung der Textressourcen zu entwickeln, als auch die „klassischen“ qualitativen und quantitativen Ansätze der Inhaltsanalyse um Verfahren der eHumanities bzw. Computational Social Sciences zu erweitern.

Der Arbeitsplan des Projekts sieht vor, dass einschlägige Ressourcen identifiziert und Standardisierungen entwickelt werden. Zunächst sollen gemeinfreie Arbeitsmaterialien (Parlaments- und Regierungskommunikation) aufbereitet werden. Im Rahmen des Projekts besteht allerdings auch die Möglichkeit, lizenzrechtlich geschützte Materialien zu erschließen. Im Projekt wird dann die Verbesserung der Zugänglichkeit und die Dissemination der entwickelten Methoden und der aufbereiteten Daten im Vordergrund stehen. Hierzu ist die Bereitstellung einer Analyseumgebung auf Basis des bereits vorliegenden R-Pakets ‚polmineR’ ebenso zentral wie die Erstellung von Tutorials und Workshops (November 2018 und September 2019), die der Vermittlung der bereitstehenden Daten und Methoden dienen sollen.

Nach Abschluss des Projektes stehen die Daten wissenschaftlichen NutzerInnen in lizenzrechtlich geklärter Weise zur Verfügung. Eine Analyseumgebung kann genutzt werden, die quelloffen ist und durch adäquate Dokumentation, Tutorials und Schulungsmaterialen eine technisch niedrigschwellige Verwendung dieser Daten erlaubt. Diese Transparenz und Mechanismen des User-Feedbacks dienen der Qualitätssicherung des Projekts.

Pilotprojekt: Forschungskolleg Migration

Das internationale Pilotprojekt „Forschungskolleg Migration“ versteht sich als Diskussionsforum, widmet sich neuen Themenfeldern der Migrationsforschung, identifiziert Forschungslücken und unterstützt die Projektarbeit der DeZIM-Gemeinschaft auf verschiedenen Ebenen.

ReNeEd: Research Needs in Education

ReNeEd – Research Needs in Education – zielt darauf ab, Forschungsbedarfe zur Integrationsforschung im Bildungsbereich aus der Perspektive von pädagogisch Professionellen mit Zuwanderungsgeschichte in formalen und non-formalen Bildungssettings zu ermitteln und zu systematisieren.

DeZIM-Vernetzungsstellen

Ziel der Vernetzungsstellen ist die Identifikation von Forschungslücken, die Entwicklung neuer und innovativer Forschungsperspektiven und die Vermeidung von Doppelforschung durch einen intensiven und systematischen Austausch der beteiligten Einrichtungen.

ExiTT: Exit – Transit – Transformation

Der Hauptfokus von ExiTT wird die Vorbereitung eines groß angelegten Forschungsprojekts sein, das Prozesse der Migration dokumentiert und analysiert.

GeFF: Geflüchtete Frauen und Familien

Das Projekt „Geflüchtete Frauen und Familien“ wird in Kooperation mit dem IAB durchgeführt. In dem Forschungsvorhaben wird die Fluchtmigration von Familien und Frauen untersucht.

RADIKAL: Religiöser Extremismus und Radikalisierung aus migrations- und integrationstheoretischer Perspektive

Ziel des Kooperationsprojektes „RADIKAL“ ist das Verständnis des Zusammenhangs von Migration, Religion und Radikalisierung.

ARBEIT: Die Rolle von Diskriminierung für die Arbeitsmarktintegration von jungen Personen mit Migrationshintergrund

Ziel des Teilprojekts ARBEIT ist es, die Ursachen von Arbeitsmarktnachteilen von Personen mit Migrationshintergrund und den relativen Einfluß von Diskriminierung und anderen Wirkungsfaktoren (z. B. Bildungsunterschiede) zu erforschen.

DeZIM-fdz: DeZIM-Forschungsdatenzentrum

Im Zuge des Strukturprojekts soll die Frage geklärt werden, welche Funktionen ein Datenservice- und Forschungszentrum (DeZIM-fdz) am DeZIM-Institut mittel- bis langfristig erfüllen soll und kann.

Frauen mit Migrationshintergrund im zivilgesellschaftlichen Engagement

Ein relevanter Anteil der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit sind selbst Frauen mit Migrationserfahrung: Laut einer aktuellen Studie sind über 70 % der Ehrenamtlichen in der Zusammenarbeit mit geflüchteten Menschen weiblich und knapp 16 % haben Migrationserfahrung