ReNeEd: Research Needs in Education


 

ReNeEdResearch Needs in Education – zielt unter anderem darauf ab, Forschungsbedarfe aus der Perspektive von pädagogisch Professionellen mit Zuwanderungsgeschichte in formalen und non-formalen Bildungssettings zu ermitteln und zu systematisieren. Vor diesem Hintergrund soll ein innovativer Zugang gewählt werden, um bereits bekannte Forschungsbedarfe aus einer forschungsimmanenten Perspektive mit Forschungsbedarfen aus einer Nutzer- und Betroffenenperspektive komplementär zu ergänzen.

Leitende Fragen sollen unter anderem sein: 

  • Inwiefern ist bestehende Forschung bei Professionellen bekannt und wie wird ihr Nutzen eingeschätzt?
  • Welche Forschungsthemen und -verfahren werden von den Befragten als potentiell gewinnbringend gesehen, wenn Integration durch den Bildungssektor gefördert werden soll? 
  • Welche förderlichen Ressourcen und Hindernisse für Integration im Bildungsbereich wurden eventuell bislang durch die Forschung noch nicht hinreichend in den Blick genommen? 
  • Unter welchen Bedingungen erscheint Forschung relevant und vertrauenswürdig? 
  • Inwiefern unterscheiden sich die Einschätzungen für unterschiedliche Bildungskontexte (formal vs. non-formal) und für unterschiedliche Wege der Professionalisierung (Qualifikation in Deutschland vs. Qualifikation im Ausland)?

Forschungsmotivation 

Die Motivation für ReNeEd beruht auf wissenschaftssoziologischen Überlegungen. Politische Konjunkturen und daraus motivierte und abgeleitete Wissenschaftsskepsis erhöhten den Druck auf sozialwis-senschaftliche Forschung, den Verbrauch von staatlichen Ressourcen zu legitimieren. Auf diese Entwicklung reagierte die „Wissenschaft“ zum einen durch den Verweis auf forschungsimmanente Logiken, methodische Zwänge sowie Zeitgefüge und zum anderen durch eigene Forschung zur Nutzung von Wissenschaft. Entsprechende Forschung zur „Research Utilization” (z.B. Caral Weiss 1980) hat insbeson-dere die Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit und die Relevanzeinschätzung bei potentiellen Nutzern als Bedingungen für die Nutzung von Forschung herausgearbeitet. Research Needs in Education (Re-NeEd) möchte zu einer Validierung und Ausdifferenzierung von Forschungsanliegen sowie zu ihrer Anschlussfähigkeit beitragen.

Arbeitsplan & Methodik 

  • Ausarbeitung von Design und Leitfragen für Interviews
  • Theoriegeleitetes Sampling von Interviewteilnehmer*innen
  • Durchführung von Interviews; Transkription; qualitative Auswertung zur Identifikation von Forschungsthemen
  • Online-Befragung zur Gewichtung von Forschungsthemen aus den Interviews; statistische Auswertung

Resultate/Outcomes 

  • Erfassung von Forschungsbedarfen bei pädagogischen Professionellen mit Zuwanderungsgeschichte als Ansatz/Ausgangspunkt
  • Bereitstellung einer übertragbaren Methodik, mit der Professionelle in der Formulierung von Forschungsprogrammen berücksichtig werden können
  • Validierung und Ausdifferenzierung von forschungsimmanenten und politischen Perspektiven auf Forschung

Pilotprojekt: Forschungskolleg Migration

Das internationale Pilotprojekt „Forschungskolleg Migration“ versteht sich als Diskussionsforum, widmet sich neuen Themenfeldern der Migrationsforschung, identifiziert Forschungslücken und unterstützt die Projektarbeit der DeZIM-Gemeinschaft auf verschiedenen Ebenen.

DeZIM-Vernetzungsstellen

Ziel der Vernetzungsstellen ist die Identifikation von Forschungslücken, die Entwicklung neuer und innovativer Forschungsperspektiven und die Vermeidung von Doppelforschung durch einen intensiven und systematischen Austausch der beteiligten Einrichtungen.

ExiTT: Exit – Transit – Transformation

Der Hauptfokus von ExiTT wird die Vorbereitung eines groß angelegten Forschungsprojekts sein, das Prozesse der Migration dokumentiert und analysiert.

GeFF: Geflüchtete Frauen und Familien

Das Projekt „Geflüchtete Frauen und Familien“ wird in Kooperation mit dem IAB durchgeführt. In dem Forschungsvorhaben wird die Fluchtmigration von Familien und Frauen untersucht.

RADIKAL: Religiöser Extremismus und Radikalisierung aus migrations- und integrationstheoretischer Perspektive

Ziel des Kooperationsprojektes „RADIKAL“ ist das Verständnis des Zusammenhangs von Migration, Religion und Radikalisierung.

ARBEIT: Die Rolle von Diskriminierung für die Arbeitsmarktintegration von jungen Personen mit Migrationshintergrund

Ziel des Teilprojekts ARBEIT ist es, die Ursachen von Arbeitsmarktnachteilen von Personen mit Migrationshintergrund und den relativen Einfluß von Diskriminierung und anderen Wirkungsfaktoren (z. B. Bildungsunterschiede) zu erforschen.

DeZIM-fdz: DeZIM-Forschungsdatenzentrum

Im Zuge des Strukturprojekts soll die Frage geklärt werden, welche Funktionen ein Datenservice- und Forschungszentrum (DeZIM-fdz) am DeZIM-Institut mittel- bis langfristig erfüllen soll und kann.

Frauen mit Migrationshintergrund im zivilgesellschaftlichen Engagement

Ein relevanter Anteil der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit sind selbst Frauen mit Migrationserfahrung: Laut einer aktuellen Studie sind über 70 % der Ehrenamtlichen in der Zusammenarbeit mit geflüchteten Menschen weiblich und knapp 16 % haben Migrationserfahrung

MigTex: Textressourcen für die Integrations- und Migrationsforschung

Das Ziel des Projekts ist, für die Migrations- und Integrationsforschung relevante Textressourcen (Korpora, Diktionäre, Annotationen, Trainingsdaten) zu identifizieren, diese in nachhaltige Formate zu überführen und für die Forschung bereit zu stellen.