Integrationsmonitoring auf Bundesebene


 

Drittmittel-Projekt: Integrationsmonitoring auf Bundesebene

Projektlaufzeit: August 2019 – November 2020

Projektteam:  Dr. Niklas Harder (Projektkoordination), Samir KhalilSusanne BartigDorina Kalkum, Jorah Diethold (studentische*r Mitarbeiter*in) David Tschöp (studentische*r Mitarbeiter*in)

Auftraggeber: Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

 


 

Inhalt und Fragestellung 

Das DeZIM-Institut erstellt im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration das im Koalitionsvertrag vereinbarte Integrationsmonitoring der Bundesregierung in Form eines Ersten Berichtes zum indikatorengestützten Integrationsmonitoring. Die Erarbeitung erfolgt in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB).

Integration wird darin nicht nur als einseitige Anpassungsleistung von Menschen mit Migrationshintergrund, sondern als gesamtgesellschaftlicher Prozess verstanden.

Neben der Beschreibung von Integrationsprozessen mit vertiefenden Analysen wird das Projektteam den Ursachen für Teilhabelücken und entsprechenden Wirkmechanismen nachgehen. Dies ist essentiell, um auf Repräsentations- und Partizipationslücken hinzuweisen. Dadurch sollen wesentliche Ansatzpunkte zur Wirkungsanalyse und ggf. Verbesserung integrationspolitischer Instrumente gefunden werden.

Erarbeitet wird ebenso eine Empfehlung zur künftigen Ausgestaltung eines unabhängigen wissenschaftsbasierten Integrationsmonitorings auf Bundesebene.

Mit dem Bundesinstitut für Bevölkerungsentwicklung hat das DeZIM-Institut einen starken Kooperationspartner, der insbesondere in den Feldern Recht, Arbeit, Wohnen, Bildung und Gesundheit exzellent aufgestellt ist.

 


Methodik

 

Kernstück des Berichts ist die Auswertung von 61 Integrationsindikatoren. Datenquellen sind große Umfragedatensätze wie der Mikrozensus oder das Sozio-ökonomische Panel und administrative Datensätze wie das Ausländerzentralregister oder die Beschäftigungsstatistiken der Bundesagentur für Arbeit. Diese Indikatoren werden für den Zeitraum 2005–2018 deskriptiv nach verschiedenen Gruppen (Migrationshintergrund, Staatsbürgerschaft, Region, Geschlecht) ausgewertet. Um Populationseffekte zu kontrollieren, werden multiple Regressionen und Balancingverfahren verwendet und die Ergebnisse grafisch aufbereitet. Zusätzlich zur Analyse der Indikatoren werden fünf Vertiefungsfelder benannt. In diesen Bereichen wird die Indikatorenanalyse durch eine vertiefte Literaturrecherche, zusätzliche Daten und weitere Analysen ergänzt. Neben der reinen Datenaufbereitung soll der Bericht auch an den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs rund um den Themenkomplex ‚Integration‘ angebunden werden.

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Aktueller Stand

 

Bisher fand ein Auftaktgespräch mit dem Büro der Auftraggeberin sowie ein Fachgespräch mit den Vertreter*innen der Bundesministerien und der Bundesländer statt. Das Team hat die vorläufige Arbeitsdefinition des Integrationsbegriffs bestimmt und erste Analysen zur Auswahl der Indikatoren durchgeführt.

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Weitere Arbeitsschritte

 

Neben der Datenanalyse und dem Verfassen des Berichts sind im Oktober 2019 ein Fachgespräch mit Vertreter*innen von Migrant*innenselbstorganisationen (MSO) und im Januar 2020 ein Workshop mit Vertreter*innen von MSO und Neuen Deutschen Organisationen (NDO) geplant.

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