Die Forschung des DeZIM-Instituts


Das Kuratorium des DeZIM e.V. hat in seiner konstituierenden Sitzung am 25.5.2018 das erste Forschungsprogramm beschlossen. Es sieht für die Aufbauphase zunächst die Entwicklung von drei Projekten in jeder der drei Abteilungen vor.

ÜBERBLICK ÜBER DIE GEPLANTEN FORSCHUNGSPROJEKTE DES DEZIM-INSTITUTS IN DER AUFBAUPHASE

ABTEILUNGEN

INTEGRATION

KONSENS & KONFLIKT

MIGRATION

Freundschaft, Partnerschaft und Familie - Normative Vorstellungen junger Männer und Frauen mit Migrationserfahrung

(P)ostmigrantische Gesellschaften (Monitoring)

Migration im familiären Kontext (Monitoring)

„Ein Zeitfenster für Vielfalt“, Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Erfassung von Mehrfachdiskriminierung und ihrer Dynamiken

Survey-Ansätze zur Erfassung von irregulärer Migration

Bildungsverläufe und Bildungsteilhabe von Kindern aus zugewanderten Familien und Familien mit Fluchterfahrung

Politische Bildung und Jugendverbandsarbeit in Bezug auf muslimische Jugendliche

Migrationshintergründe und Migrationsbetroffenheit in der deutschen Bevölkerung

Die Forschungsabteilungen des DeZIM-Instituts

 


Abteilung Integration

Die Abteilung Integration untersucht die vielfältigen Prozesse und Dynamiken der gesellschaftlichen Teilhabe. Die Forschungen in dieser Abteilung sind am gesamten Spektrum des Integrationsgeschehens interessiert. Sie analysieren Stand und Trends auf den verschiedenen Ebenen, suchen nach den generierenden Mechanismen und bieten damit auch politische Empfehlungen mit Blick auf die realen/realisierten Bedarfe der Zielgruppen oder der Prüfung/Anpassung staatlicher Unterstützung. Dabei ist zentral, dass Integration theoretisch und empirisch nicht als einseitige Anpassungsleistung von Minderheiten begriffen wird, sondern nur relativ zu einer Mehrheitsgesellschaft und in komplexen sozialen Interaktionen mit dieser verstanden und analysiert werden kann. Entsprechend wird auf ein breites und innovatives methodisches Instrumentarium zurückgegriffen.


Abteilung Konsens & Konflikt

Prozesse der Migration und Integration verändern die institutionellen, sozio-kulturellen und ökonomischen Gegebenheiten der Aufnahmegesellschaften und die damit verbundenen Diskurse. Das gesellschaftliche Miteinander in einer sich pluralisierenden und hete-rogenisierenden Gesellschaft muss immer wieder neu verhandelt und hergestellt werden. Das birgt Konfliktpotentiale, die sich in Einstellungsmustern, neuen politischen Partizipationsformen und veränderten Identitäten und Zugehörigkeiten ausdrücken.

In der Abteilung Konsens & Konflikt werden Themen bearbeitet, die nach den Ursachen, Vorstellungen und Praktiken sowohl von gesellschaftlichem Konsens als auch von gesellschaftlichen Konflikten fragen. Demokratische Konsensherstellung und Konflikt bedingen sich dabei häufig wechselseitig. Diese Zusammenhänge werden in der Abteilung sowohl auf der individuellen Ebene der Einstellungen und Verhaltensdispositionen untersucht als auch in Form von Gruppendynamiken und kollektiven Handlungsprozessen.


ABTEILUNG MIGRATION

Die Forschung in der Abteilung Migration beschäftigt sich mit dem Ausmaß und den komplexen Mustern des aktuellen Migrationsgeschehens auf internationaler (insbesondere europäischer) Ebene. Dies beinhaltet einerseits eine umfassende und differenzierte Deskription der Situation aktueller Trends, andererseits die Analyse ihrer Genese und Ursachen sowie deren empirische Überprüfung. Während die Folgen der Migration für die Zielländer wie Deutschland überwiegend in den beiden ersten Abteilungen analysiert werden, beschäftigt sich die Abteilung Migration auch mit der Situation und den Folgen in den Sende- und Transitländern, nicht zuletzt, weil hier wichtige Rahmenbedingungen für die Dynamik des Migrationsgeschehens vermutet werden.