DEUTSCHES ZENTRUM FÜR INTEGRATIONS- UND MIGRATIONS­FORSCHUNG


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der empfohlenen Maßnahmen im Zuge der COVID-19-Pandemie ermöglicht das DeZIM-Institut aktuell seinen Mitarbeiter*innen Home Office. Dadurch ist unsere telefonische Erreichbarkeit zur Zeit leider eingeschränkt.
Für allgemeine Anfragen schreiben Sie uns bitte an info@dezim-institut.de.

Für Presseanfragen erreichen sie unsere Pressesprecherin Julia Jorch unter 0151- 678 558 45 oder unter presse@dezim-institut.de. Die E-Mailadressen einzelner Mitarbeitenden finden Sie auf dieser Seite unter dem Namen der jeweiligen Person. Wir bemühen uns um eine zeitnahe Antwort. 

Zur Zeit werden wir auch keine Veranstaltungen durchführen, wir arbeiten aber an Möglichkeiten, digitale Alternativen bereitzustellen.

Bleiben Sie gesund! 

 


Webinar: Changing solidarities and collective action in times of pandemic 

Date: Thursday, April 2, 2020
Time: 4 pm (Central European Summer Time & South Africa Standard Time), 10 am (New York Time), 11am (Brazilian Time), 7:30 pm (Indian Standard Time)
Duration: 1:15 h
Zoom Access: Registration link

 

 

About: The Covid-19 pandemic and the state of emergency it triggers is rapidly changing social life across the world and is bringing big challenges for the activists of progressive social movements. Protest events in public places, street protests, sit ins, or square occupations cannot take place. But also other forms of social movement solidarities, conviviality, cooperation and personal exchange cannot be lived and practiced at the moment. Isolation, social distancing and the rapidly growing economic crisis is also threatening basic resources of activists and the mental spirit and motivation one needs for creative collective actions.

At the same time we are already observing many new forms of solidarities and activism as well as a rapid push in online activities. E-petitions, digital activism or evening pots-and-pans demonstrations, but also neighborhood support structures and help for people in need (from the elderly to the homeless and the migrants) are emerging as alternatives to in-person protests in all world regions. Furthermore, the current crisis reveals the centrality of other axes of conflict that in recent years have already mobilized diverse social movements, especially feminists, ecologists, youth and peasant-indigenous ones: care, the commons, eco-social transitions or food sovereignty.

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DBN #3  Partner*innen im Familiennachzug: verdecktes Erwerbskräftepotenzial?

DBN #3  Partner*innen im Familiennachzug: verdecktes Erwerbskräftepotenzial?

Menschen aus EU- und aus Drittstaaten, die über Familiennachzug zu ihren Partner*innen ziehen, sind ein großes Potential für den deutschen Arbeitsmarkt. Dieses Potential wird – trotz guter Qualifikationen – nicht ausreichend ausgeschöpft. Das haben Wissenschaftler*innen des DeZIM-Instituts in einer Untersuchung im Auftrag des BMFSFJ herausgefunden. Abhilfe könnte unter anderem ein einfacherer Zugang zu Kinderbetreuung schaffen. 

Zu den Briefing Notes #3


Veröffentlichung der Studie "Ein Zeitfenster für Vielfalt"

Beschäftigte mit Migrationshintergrund sind im Öffentlichen Dienst unterrepräsentiert. Deshalb wurden Gegenmaßnahmen unter dem Stichwort „Interkulturelle Öffnung“ etabliert. Das Projekt „Ein Zeitfenster für Vielfalt“, im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung, gibt einen Überblick über Strategien zur Steigerung des Anteils Beschäftigter mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst und ihren Erfolg. Denn mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer-Generation werden viele Stellen in der Verwaltung frei. Die erforderlichen Neueinstellungen bilden eine Chance, um Deutschlands vielfältige Bevölkerung auch in der Verwaltung besser abzubilden.

Zum Projekt " Ein Zeitfenster für Vielfalt"

Studiendownload "Ein Zeitfenster für Vielfalt" (PDF)

Im Interview | Prof. Dr. Magdalena Nowicka und Dr. Anne Kathrin Will: Vielfalt in der öffentlichen Verwaltung: Die Zeit zu handeln ist jetzt!

 

Projekt Zeitfenster für Vielfalt

DBN #2 Gibt es tatsächlich eine Million irreguläre Migrant*innen in Deutschland?

 

DBN #2 Gibt es tatsächlich eine Million irreguläre Migrant*innen in Deutschland?

Vergangenen November hat das Pew Research Center eine Studie zur geschätzten Zahl der irregulären Migrant*innen in Europa veröffentlicht. Die Autoren schätzen, dass die Zahl der irregulären Drittstaatsangehörigen in Europa im Jahr 2017 zwischen 3,9 und 4,8 Millionen lag. Davon lebten dem Bericht zufolge 1 bis 1,2 Millionen in Deutschland. Wissenschaftler des DeZIM-Instituts haben die Methodik der Studie untersucht, die zur Ermittlung der deutschen Schätzung angewendet wurde, und können belegen, dass die Ergebnisse falsch sind.

Zur Briefing Notes#2 (PDF, englisch)

Zur Briefing Notes#2 (PDF, deutsch)


DeZIM Research Notes 2 

Die zweiten DeZIM Research Notes beschäftigen sich damit, wie die Deutschen in Ost- und Westdeutschland die letzten 30 Jahre nach der Maueröffnung bewerten. Hierfür wurde eine bevölkerungsrepräsentative Befragung ausgewertet. Ergebnis: Eine große Mehrheit sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland sieht diese Zeitspanne als eine Erfolgsgeschichte. Eine positive Einschätzung überwiegt auch unter den Anhänger*innen aller Parteien sowie unter Nichtwähler*innen. Die Bewertung hängt dabei wesentlich vom Bildungsniveau, der Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage, der Demokratiezufriedenheit und im Osten Deutschlands auch von der Wahrnehmung „Ostdeutsche sind benachteiligt“ ab.

 

DeZIM Research Notes 2 (PDF)

DeZIM-Research Notes 2

DeZIMinutes#1 - Diskriminierung am deutschen Arbeitsmarkt  

In der ersten Ausgabe informieren Ruta Yemane (WZB) und Sekou Keita (IAB) über das Projekt „ARBEIT: Die Rolle von Diskriminierung für die Arbeitsmarktintegration von jungen Personen mit Migrationshintergrund“.

Die DeZIMinutes sind kurze Informationen über zentrale Ergebnisse aus Forschungsprojekten, die die Gemeinschaft des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) bereitstellt.

DeZIMinutes #1 Diskriminierung am deutschen Arbeitsmarkt

PDF-Download

 


Erster Zuwanderungs- und Integrationsbericht für Thüringen veröffentlicht

Der vom DeZIM-Institut im Auftrag der Landesregierung erstellte Thüringer Zuwanderungs- und Integrationsbericht legt dar, auf welchem Stand sich die Zuwanderung und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im Freistaat befindet und welche Herausforderungen sich stellen. Er soll die Grundlage liefern, auf der integrationspolitische Leitlinien und Maßnahmen weiterentwickelt werden.

Thüringer Zuwanderungs- und Integrationsbericht (PDF)

Zur Projektseite


Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)

Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) ist eine bundesweite Initiative von Wissenschaft und Politik zur Stärkung einer exzellenten und international sichtbaren Integrations- und Migrationsforschung in Deutschland. Das DeZIM setzt sich für eine nachhaltige Vernetzung von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein. Es stellt auf dieser Grundlage eine evidenzbasierte Beratung von Politik, Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft zu Themen von Integration und Migration sicher. Das DeZIM basiert auf zwei Säulen: dem DeZIM-Institut und der DeZIM-Gemeinschaft.

 

Kontext und Relevanz


Das anhaltend hohe Niveau globaler und europäischer Wanderungsbewegungen und der demografische Wandel haben Fragen der Migration und Integration in den Mittelpunkt der gesellschaftspolitischen Diskussion in Deutschland gerückt. Das DeZIM versteht sich dabei als eine Plattform, um die bestehenden Kompetenzen in diesem Feld zu bündeln.
In öffentlichen und politischen Diskussionen mangelt es oft an einer empirischen Basis. Viel speist sich aus persönlichen Eindrücken, Hörensagen und Mutmaßungen. In Zeiten, in denen empfundene Ungewissheit und überhöhte Emotionalität dominanter werden, benötigen wir wissenschaftlich gesicherte Daten und Einschätzungen. Hier setzt die Arbeit des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung an.

Entstehungsprozess und Kooperation


Der Deutsche Bundestag hat 2016 beschlossen, Mittel bereitzustellen und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit dem Aufbau eines Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung zu beauftragen. Die damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Katarina Barley, unterzeichnete am 28. Juni 2017 gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung eine Kooperationsvereinbarung, um die Integrations- und Migrationsforschung zu fördern und zu unterstützen. Darüber hinaus hat das Bundesfamilienministerium Kooperationsvereinbarungen mit den Bundesländern Niedersachsen und Baden-Württemberg geschlossen. Weitere Bundesländer sind bereits als Kooperationspartner im Gespräch. 

Aufbau und Struktur


Das DeZIM basiert auf zwei Säulen: dem DeZIM-Institut und der DeZIM-Gemeinschaft. Das DeZIM-Institut ist eine ressortforschungsähnliche Einrichtung mit Sitz in Berlin. Es unterstützt das BMFSFJ bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Es liefert exzellente Forschung und empirische Daten zu relevanten und dringlichen gesellschaftspolitischen Fragestellungen wie 

  • Muster, Hintergründe und Folgen aktueller Migrationsbewegungen,
  • Integration von Migrant*innen und ihrer Nachkommen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Familien, Frauen, Kinder und Jugendliche sowie ältere Personen,
  • Aspekte der gesamtgesellschaftlichen Integration, insbesondere der Akzeptanz bzw. Ablehnung von Vielfalt bis hin zu (De-)Radikalisierungsprozessen, dem zivilgesellschaftlichen Engagement und der Wohlfahrtsarbeit.  

Die DeZIM-Gemeinschaft setzt sich aus zentralen Einrichtungen der Integrations- und Migrationsforschung zusammen. Derzeit zählen hierzu sieben Forschungsinstitute in Deutschland: 

  • Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit
  • Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld
  • Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) an der Universität Osnabrück
  • Interdisziplinäres Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM) an der Universität Duisburg-Essen
  • Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) an der Universität Mannheim
  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Durch einen intensiven Austausch der interdisziplinären Einrichtungen sollen innovative Forschungsperspektiven entwickelt und Synergien zwischen den einzelnen Forschungsbereichen erzeugt werden. 


„Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung wird einzigartig in der deutschen Forschungslandschaft sein. Wir werden eine nachhaltige Forschungsinfrastruktur aufbauen. Die benötigen wir, um Forschungslücken zu schließen und Integration aktiv zu gestalten. Falschinformationen und Mutmaßungen müssen wir Fakten entgegensetzen!“
Dr. Katarina Barley (ehem. Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

„Integration und Zuwanderung gehören zu den großen Themen unserer Zeit. Für die Bewältigung der Aufgaben, die hieraus für Politik und Gesellschaft erwachsen, benötigen wir fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse. Deshalb ist es so wichtig, dass wir die Integrations- und Migrationsforschung in Deutschland nun gemeinsam stärken können. In Zusammenarbeit mit einem bundesweiten Netzwerk renommierter Institute wird Berlin dem neuen Zentrum eine hervorragende Heimat bieten.“
Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung)

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